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2009 - Start - KM 21


Um 5 Uhr hätte der Wecker läuten sollen, sollen deswegen weil ich schon um 4:40 Uhr wach wurde. An ein kurzes weiteres einschlafen war natürlich nicht zu denken so blieb ich noch 15 Minuten liegen bis ich mich schließlich aus dem Bett erhob. Mein erster Weg führte mich gleich zum Fenster um einen Blick auf das Wetter zu machen, also rauf mit den Jalousien und äh es ist noch finster draußen aber der Himmel scheint Wolkenlos zu sein. Zum Frühstück gibt es zwei Semmeln mit ein wenig Butter und Marmelade dazu Kaffee mit Milch und Zucker, dabei werden die letzten Berichte über den Marathon aus der Zeitung gelesen. Nach einem längeren Besuch des stillen Örtchens und einen kürzeren auf den HPs meiner heutigen Mitläufer schlüpfe ich gegen 6:15 in mein Laufgewand. Inzwischen ist auch die Nacht verflogen und auch wenn ich noch keine Sonne sehe scheint es ein schöner Tag zu werden weil der blaue Himmel von keinen Wölkchen getrübt wird. Jetzt ist es an der Zeit mein Zwergi zu wecken das ziemlich verschlafen wirkt. Ihr verlange ich jetzt noch eine Höchstleistung ab weil sie schon mal die ersten Bilder von mir machen soll und das ohne Kaffee und Zigarette.


Mein übliches "Wie schaut er heute aus" Foto!

Danach ziehe ich mir noch den Trainingsanzug und Schuhe an und nach einer innigen Umarmung verlasse ich mein verschlafenes Zwergi und hole Thomas einen Stock tiefer ab.
Kaum kommen wir aus dem Haustor raus biegt auch schon Alexander, der Postler, ums Eck und nach einen kurzen wink zum Zwergi, schaut aus dem Fenster, geht es ab zur U-Bahn. Auf dem Weg dorthin rätseln Alexander und ich welche U-Bahn heute eine Störung haben wird welche unsere Anreise zum Start verzögern wird. Knapp vor 7 ruft mich Roland an, auf meine Frage: „Bist auch schon munter?“ antwortet er nur: „He, ich bin schon am Treffpunkt!“, er kann es wohl gar nicht mehr erwarten bis es los geht. Da die U-Bahnen heute keine Störungen haben sind wir um 7:15 Uhr pünktlich am Treffpunkt, ein paar Minuten später ist auch Michi bei uns.


Die Elite hat sich zum letzjährigen Foto heuer erheblich vergrößert!

Nun wird das Startgelände erkundigt und ein paar Fotos gemacht. Zwischen 8 und 8:15 Uhr sollte es ein Fotoshooting für www.ichlauffuerdich.at mit den Kabarettisten Christoph Fälbl geben. Inzwischen bringen Michi, Thomas und Alexander unsere Kleidersäcke zu den LKWs. Weil Fälbl um halb neun noch immer nicht da ist machen wir die Fotos ohne ihn und wir machen uns auf den Weg zu den letzten Startvorbereitungen, für mich heißt das ich stelle mich in die Schlange bei den Dixi-Häuschen an. Als auch das erledigt ist begeben wir uns in einen gemeinsamen Startblock und fiebern mit der Bundeshymne den Startschuß entgegen. Zu unserer Überraschung stehen auch plötzlich Wolfgang und seine Familie bei uns und wünscht uns für heute einen guten Lauf.


Wir laufen für einen guten Zweck! Für mehr Infos klicke aufs Bild.

Ein Anruf von Zwergi sorgt noch für etwas Verwirrung den sie teilt uns mit das unsere Eigenverpflegung bei KM 05 rechts steht, aber auch unsere 15 KM Flaschen stehen dort. Na super, das sind doch Volli…… war unsere Meinung, war doch alles groß und deutlich angeschrieben, was soll’s. Inzwischen ist auch der Startschuß für die Elite gefallen (8:59 Uhr¬) und eine Minute später durften wir, die Hobbyläufer, starten – wußte gar nicht das wir ein Verfolgungsrennen machen. Noch schnell abklatschen mit meinen Mitläufern und los geht’s oder doch nicht!? Jetzt stelle ich nämlich fest daß es auch in Wien heuer einen Wellenstartsystem a la New York gibt, denn während die Stadteinwärts führend Strasse schon lief stehen sie bei uns noch vor der Startlinie.


So sieht die Reichsbrücke aus wenn Mayr, Weidlinger und Co starten.


Und so sieht sie aus wenn wir, die Verfolger, ihnen nach jagen!

Kurz darauf durften aber auch wir los und um 9:08:13 laufe ich über die Startlinie. Jetzt heißt es erstmal mit Roland, die anderen sind schon in der Menge verschwunden, den Anblick runter von der Reichsbrücke auf die Menschenmasse zu genießen. Da ist es nicht so tragisch das wir den ersten Kilometer in 5:41 Min (O Puls 144) laufen. Knapp vor KM 2 trenne ich mich schließlich von Roland. Der Kilometer ist mit 5:12 Min (O Puls 153) auch schon etwas schneller und der nächste liegt mit 4:48 Min (O Puls 166) schon knapp unter meiner angepeilten Zeit so soll es auch weitergehen.
Knapp vor KM 4 sollten nun Kathrin und mein Zwergi stehen. Letztes Jahr hatten wir ja hier noch Abstimmungs-Probleme wird es heuer dank meiner verbesserten Pläne klappen? Sie sind am Posten denn schon von weiten sehe ich Zwergis orangene Jacke, die jetzt alles andere als verschlafen ist und mich, genauso wie Kathrin und Rolands Fangemeinde, lautstark anfeuert. Hier übergebe ich meine Bauchtasche mit Fotoapparat, Handy usw. an Kathrin.


KM 4: Kathrin und Zwergi sind am Posten und ich bin die lästige Tasche los!

Kurz darauf ist auch schon der KM 4 da und ich mache den nächsten Blick auf die Uhr. 4:41 Min ist gut nur mache ich mir aber über meinen Puls Gedanken den durchschnittlich liegt er schon bei 169 und wenn der weiter so steigt ist wohl bald die Luft draußen. Ohne Tasche läuft es sich nun gleich besser doch über das kann ich mir nicht lange Gedanken machen weil die erste Verpflegungsstation naht, bei der habe ich ja noch nie meine Eigenverpflegung gefunden
Dank meiner Fahnen ist das heuer nicht der Fall und Dank Rolands Fangemeinde kann ich gleich beide Flaschen auf einmal nehmen (sie haben die Flaschen nebeneinander gestellt und nicht an jedem Ende eine stehen lassen wie es die VCM-Crew tat. DANKE!). Bei KM 5 liege ich, dank 4:32 Min, zum ersten Mal unter meiner Vorgabe (24:57 statt 25:00). Besser finde ich aber meinen Puls weil der auf 167 fiel.


KM 6: Gleich bin ich die Flasche los!

Mit den beiden Flaschen laufe ich nun zur Stadionbrücke/Schüttelstrasse vor, wo ja mein Bruder stehen sollte, ihn könnt ich die Flasche für KM 15 geben und bitten sie zum nächsten Treffpunkt mitzunehmen. Bei der Brücke angekommen sehe ich Michi nicht auf anhieb. Er hat nämlich nicht das erwartete weiße Team Walter T-Shirt an sondern etwas schwarzes aber auch darin erkenne ich ihn und somit bin ich meine Flasche los. Im Übrigen laufe ich diesen und auch die nächsten Kilometer mit Zeiten zwischen 4:39 und 4:54 Min also immer unter der angepeilten Zeit. Mein O Puls pendelt dabei zwischen 162 und 165 und das ist in Ordnung.
In der Schüttelstrasse liegt auch der Anfeuerungspunkt 2 für Kathrin und Zwergi, locker geht es an ihnen und dem Team Roland vorbei.
Bald darauf wird mir das Tempo der Schlange zu langsam und ich mache wohl das blödeste was man jetzt tun kann, ich schlängle mich durch die Menschenmassen durch. Es dauert nicht lange und ich steige einen hinten auf die Ferse und der kommt beinahe zu Sturz (gab es das im Vorjahr nicht auch, schon nur da wollte ich ja meine Verpflegung haben nach dem mir die Crew die falsche Seite sagte). Ernte dafür nicht gerade freundliche Worte und ich kann sie gut verstehen. Wenn der zu Sturz kommt ergebe das wahrscheinlich einen Domino-Effekt. Schau jetzt das ich schnell das Weite suche bevor sie mich schlagen und werde in Zukunft etwas mehr denken bevor ich das noch mal mache. 


KM 7: Toll wenn die Fans am Posten sind!

Nachdem ja an der Strecke nichts geändert wurde laufen wir bei der Taborstrasse wieder rüber zum Schwedenplatz, es sind zwar wieder viele Leute hier aber von der Stimmung her kam es mir in den letzten Jahren besser vor – ob das an New York liegt? Egal, es muß auch so weiter gehen, bei der Kurve zum Ring rein bin ich der einzig der den richtigen Weg nimmt der Rest kürzt über die Straßenbahngleise und den Gehweg ab.
Noch ein kurzes Stück und schon ist KM 10 und die zweite Verpflegungsstelle da, schon ein paar Meter davor kann ich meine Flasche sehen, ein Griff, und es geht zackig weiter. Habe bis hierher 48:54 Min gebraucht, Sollzeit 50 Min, also voll im Plan. Der Puls zeigt mir jetzt zwar wieder mal 167 was aber nicht so schlimm ist da er auf den nächsten Kilometern wieder bei 162 – 164 liegt und das bei Kilometerzeiten unter 4:50.
Mit klassischer Musikbegleitung geht es den Ring rauf zur Oper wo sich auch heuer die Powerrade-Zone befindet, hier haben sie heuer an den Tribünen gespart, trotzdem herrscht gute Stimmung. Schon geht es vom Ring rüber zur linken Wienzeile und weiter zu Pilgramgasse wo ich ein weiteres Mal auf mein zweier Fan-Team, sprich Kathrin und Zwergi, treffe.


KM 13: Ich lauf und lauf und lauf!

Auf dem Weg weiter zur Längenfeldgasse, die liegt kurz vor KM 15 und dort sollte mein Bruder mit der Flasche stehen fällt mir auf das es heuer nicht so toll wie letztes Jahr läuft. Liegt wohl an der Sonne die unseren treiben hier herunten lächelnd vom strahlendblauen Himmel zusieht. Mein Bauch fühlt sich auch irgendwie voll an und zu guter letzt spüre ich wie meinen Zehen die Schuhe zu eng (?) werden aber noch geht es mit gleichen Tempo und Puls weiter.
Bei der Längenfeldgasse angekommen vermisse ich Michi noch bevor ich mir Gedanken wegen meiner Flasche machen kann löste sich plötzlich ein Zuschauer aus der Menge und läuft mit mir mit. Es ist mein Bruder und jetzt hat er auch das Fan T-Shirt an da konnte ich ihn lange in Schwarz suchen. Er übergibt mir die Flasche und ich sage nur: „Des wird worm!“


Längenfeldgasse, im Hintergrund die Otto Wagner Brücke
und die Läuferschlange!

KM 15 passiere ich in 1:13:08 also knapp zwei Minuten schneller als geplant mein Puls liegt auch noch immer bei schönen 163. Mit dem trinken klappt es aber nicht ganz so toll, muß mich dazu zwingen und das kann ich nur in kleinen Schlucken. Ist bei dem Wetter sicher nicht so toll und schon kommen mir Gedanken an meinen ersten Marathon wo das auch so war und wie das endete.
Bei Schönbrunn habe ich heuer keinen Fotografen von mir postiert mit Glück ist aber Andi vom Team Roland hier und der könnte ein Schönnbrunner Laufbild machen. Laufe die Kurve wie in den letzten Jahren außen an und siehe da, Andi ist ebenfalls schon hier. Leider sieht er mich trotz kräftigen winken erst als ich an ihm vorbei laufe und dabei Grüße also leider doch kein Schönnbrunnfoto.
Zu meiner Überraschung vernehme ich bei der Abzweigung zum Technischenmuseum „Walter“ Anfeuerungs-Rufe. Die Stimme kommt mir bekannt vor es ist Karin mit Anhang die hier auf Thomas warten, ein kurzes Hallo und es geht im Laufschritt weiter.


Dank Karin gibt es doch ein Schönnbrunn-Bild mit mir!

Die äußere Mariahilferstraße geht es nun rauf zum Westbahnhof und das im wahrsten sinne des Wortes, weil es großteils leicht Bergauf geht. Ich laufe auf der schattigen Straßenseite, ist einfach angenehmer, diese verlasse ich aber vorm Westbahnhof weil ich meinen Bruder auf der anderen Seite postiert habe. Auch wenn ich ihn etwas früher erwartet habe sehe ich ihn diesmal. Nach ein paar Fotos läuft er mit und fragt mich ob ich mein Handy noch bei mir habe was ich verneinen muß. Er wollte sich nämlich selbst anrufen da er sein Handy unterwegs verloren hat. Sage ihm dass ich Christine bitten werde dies zu tun und schon trennen sich unsere Wege.
Auf der inneren Mariahilferstraße geht es nun leicht Bergab und somit läuft es sich doch etwas leichter. KM 20 heißt, Eigenverpflegung aufnehmen und wieder sehe ich sie auf anhieb. Jetzt gibt es Power-Gel mit Wasser, schnell ist das Gel ausgeschlürft und das Wasser rinnt wohltuend nach. Hab mir jetzt schon einen Vorsprung von 3 Minuten auf meine geplante Zeit erlaufen und mein Puls liegt im Durchschnitt bei 161.


Mariahilferstraße beim Westbahnhof!

Die Babenbergerstraße ist erreicht, jetzt trennt sich wie jedes Jahr das Streu vom Weizen, denn die Halbmarathonis werden von ihren Leiden erlöst, ja und für mich und viele andere Marathon-Heros geht der Kampf weiter.
Beim Parlament stehen wieder Kathrin (mit Notverpflegung), die Fangemeinde von Roland und mein Zwergi. Ein kurzer Stop ist angesagt um Christine von Michis Mißgeschick zu berichten und zu bitten sein Handy anzurufen. Kathrin erlöse ich von der Wasserflasche und nach zwei drei Sekunden geht es weiter und ich bin schon gespannt wie es heuer weitergeht weil die Sonne wird immer unbarmherziger.

 
   
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