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2008 - KM 21 - Ziel


Beim Parlament warten schon Kathrin, Hubi und Zwergi auf mich. Nehme Kathrin die Reserve Wasserflasche ab, kann sie gut gebrauchen weil der Durst ist groß. Weiter geht es am Ring entlang und beim nächsten Treffpunkt mit Martina und meinen Bruder stelle ich fest daß ich schneller als die U-Bahn bin weil sie sind nicht hier.
Nun bieg ich ab in die Lichtensteinstraße Richtung Franz Josefs Bahnhof, etwas ängstlich denke ich an letztes Jahr zurück hier begann der Körperliche-Verfall. Es dauert nicht lange und ich merke ein leichtes ziehen im rechten Oberschenkel. „Na, na net wieder“ war mein einziger Gedanke aber es ging im gleichen Tempo weiter.


Auch heuer gibt es wieder ein Parlamentfoto von mir und nächstes Jahr werden wir mal schauen ob wir das Gebäudebganz rauf bekommen aufs Bild

Nach 24 Kilometer bin ich nun auf der Friedensbrücke angelangt wo es über die Lände, Obere und Untere Donaustraße zurück in den Prater geht. Die Sonne hier stört mich heuer gar nicht, im Gegenteil ich meide den Schatten und genieße die Sonnenstrahlen. Die Verpflegungsstelle 25 ist auch wieder mit meiner Flasche bestückt und so kann es zügig weiter gehen.
Fühle mich echt gut habe kein Problem mein Tempo zu halten und bei KM 28 denke ich auch endlich wieder mal daran die Zeit zu stoppen: 2:23:05 (2:24:40-2:29:20) das ist gut und es läuft sich noch immer prima. Zwischen KM 27 und 29 kommen einen die Läufer wieder entgegen, ich feuere sie an. Die schnellste Österreicherin natürlich besonders laut, das unterlasse ich aber gleich wieder denn das merke ich körperlich bzw. kreislaufmäßig und deswegen will ich keinen Einbruch riskieren.
2:32:49 (2:35.00-2:40:00) bei KM 30, ich bin voll zufrieden bei der Verpflegungsstelle aber ein kleiner Schock, nach dem ich meine Flasche habe will ich rüber auf die andere Straßenseite um den Massen bei der Verpflegung auszuweichen. Beim Antritt bekomme ich einen Krampf in der linken Wade der aber kurz darauf wieder verschwindet, es zeigt mir doch: Vorsicht nicht übermütig werden, es sind noch ein paar Kilometer bis ins Ziel.


KM 31, heuer gibt es keinen Kasperl dafür ein Lächeln im Gesicht

In der Meiereistraße sprintet mein Zwergi über die Straße um mich anzufeuern was ich mit einen lauten „Jetzt geht’s los“ quittiere. Ein paar hundert Meter später die Wende jetzt geht’s zurück zu Kathrin, Hubi und Zwergi. Sie bekommt nun wieder ein Bussi so daß ich gestärkt in die Praterhauptalle einbiegen kann.
Stadion-Lusthaus-Stadion was für ein Spaziergang heuer, kein Vergleich zu der Qual vom letzten Jahr. Dazwischen liegen KM 32 2:42:34 (2:45:20-2:50:40), hier der Gedanke: „No drei Kilometer bis 35, da wollt i erst schnöller werden(falls meglich), na hoffentlich geht des guat!“ und KM 34 2:52:31 (2:55:40-3:01:20) mit den Gedanken: „Pass jo auf bei der Verpflegung, net zgach weg renna nur kann Kraumpf.“ Kurz darauf bin ich auch schon an der Verpflegestelle 35, trotz aller Vorsicht habe ich wieder einen Krampf der aber diesmal nur sehr leicht ausfällt.
KM 36 erreiche ich bei 3:02:52 (3:06:00-3:12:00) kurz darauf steht auch mein, jetzt kompletter versammelter, Fanclub der mich heute quer durch Wien begleitet hat.


KM 36, schaut hier jemand abgekämpft aus? Ich sicher nicht!

Noch fehlen aber ein paar Kilometer und die nächsten zwei haben es in sich. Krampf um Krampf wechseln sich nun in meiner linke Wade ab, auch wenn die beim laufen nicht wirklich stören habe ich Angst das es so schlimm wird das ich nicht weiterlaufen kann. Es fällt mir auf das sich die Zehen des linken Fußes verkrampfen, wie ich die Zehen-Krämpfe losgeworden bin weiß ich zwar nicht genau aber wie die Krämpfe fort waren haben sich auch die in der Wade gebessert. Als ich dann bei KM 38 mit 3:12:26 (3:16:20-3:22:40) weit unter meiner Erwartung einlaufen könnt waren die Krämpfe ganz verflogen.
Hier in der Schüttelstraße kommen mir die Läufer entgegen die den Prater noch vor sich haben, ich beneide sie aber nicht darum und bin froh schon in die andere Richtung zu laufen. Hier überhole ich wieder unseren Postler der nun gar nicht mehr so frisch wirkt.


Heute kann mich nichts stopen, so hoffe ich zumindest

Verpflegungsstelle 40, „Soll i die letzte Floschn no nehma? Mir geht’s e guat, brauch i de no? Net dast di no verkraumpfst?“ Fragen die mich auf den Weg dorthin sehr beschäftigten. Ich nahm sie, es kam kein Krampf und die letzten zwei Kilometer wurden zu meinen persönlichen Triumphzug. Von der Vorderen Zollamtsstraße geht’s rüber zum Ring, von meiner letzten Flasche trinke ich nur noch zwei Schluck, mehr geht nicht. Der Rest wird gegurgelt und ausgespuckt.
Ich erreiche KM 41 3:28:02 (3:31:50-3:38:40) nochmal vorbei an der Oper hier herrscht immer noch Wahnsinns Stimmung, jetzt verengt sich die Laufspur auf einen Fahrstreifen-teilweise ist es so eng das man nicht mal überholen kann-links und rechts davon schreiende Menschen die einen anfeuern. Mit einen Lächeln auf den Lippen und den Gedanken: „Jo jo paßt, genau so hob i ma des vurgstöt!“ ziehe ich an den Zuschauern vorbei.
Am Burgring wird die Spur dank Absperrungen-auch an diesen stehen hunderte von Leuten-größer. KM 42 3:33:05 (3:37:00-3:44:00) ich biege auf den Heldenplatz ein, sehe in knapp zweihundert Meter die Ziellinie vor mir und ich weiß: „Jetzt kann nix mehr schief geh!“ Leichte Tempo Verschärfung und los geht’s.
Das Ziel kommt näher, rauf auf den Heiligen EM-Rasen vom Happelstadion-meine Füße spüren aber keinen Unterschied mehr zum Asphalt. Nur noch wenige Meter und es ist geschafft, meine Hände recken sich den Himmel empor und ich laufe laut jubelnd über die Ziellinie.

   

Ich glaub diese Bilder sagen mehr als tausend Worte!!!



3 Stunden 33 Minuten 59 Sekunden „Ja ja ja ja ja ja!!!!! Über eine viertel Stunde schneller als letztes Jahr, Herz was willst du mehr-zumindest für heuer.“
Nun noch meine Medaille in Empfang nehmen, war gar nicht so einfach bekam ich doch zuerst vier Medaillen. Die waren aber nur für die Staffelläufer gedacht und auch nicht so schön wie die der Marathon-Heros, also zurück und die Richtige Medaille umhängen lassen.


So stolz können Finisher sein

Jetzt aber raus zu meinen persönlichen Fans die mich sicher schon sehnsüchtig erwarten.
Beim Treffpunkt ist aber keiner, war wohl heute einfach zu schnell für sie. Nach wenigen Minuten treffen sie aber bei einem über das ganze Gesicht strahlenden Walter ein, keine Spur diesmal von diesen letztjährigen „gebrochenen Wesen“.


Ein herzliches Danke nochmals an Kathrin, Michi - Hubi, Martina,
Michi - mein Bruder und auch an meinen Zwergi-Bussi.
DANKE

Resümee: Heuer war es einfach toll und es hat Spaß vom Start bis zum Ziel gemacht. Ich hatte nie das Gefühl das Tempo nicht halten zu können obwohl das Ziehen im Oberschenkel die ganze Zeit blieb und auch ein paar Tage über den Marathon hinaus. Es war Genuß pur.

 
   
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