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WSR - der Lauf Teil 2

Nachdem Startbogen dürfen wir noch einen Metallcontainer überqueren wobei auf beiden Seiten Holzpaletten stehen die uns das rauf und runterkommen erheblich erleichtern.


Winke Winke bevor es in den Wald geht!


Von den Weg was wir jetzt laufen haben sie uns nur einen schmalen Streifen gelassen und das ist eine verschlammte matschige ausgefahrene Furche die wir aber schon bald verlassen dürfen weil es rein in den bewaldeten Berghang geht. Geht ist auch der richtige Ausdruck weil schon nach wenigen Metern hören wir zum laufen auf und gehen weiter. Habe jetzt die Möglichkeit mit Roland, der sich tapfer in meinen Windschatten hält, ein paar Worte zu wechseln. Wunderten uns wie es sein konnte das die ersten Läufer so sauber sein konnten als sie an uns vorbei kamen!?


Unsere Fans und Fotografen ...

Diese Steigung ist nicht allzu lange und schon geht es wieder runter zum Weg den wir diesmal in voller breite benützen dürfen und das beste an diesen Teilstück ist es ging großteils leicht bergab. Ungefähr 800m später ist es aber mit dieser Herrlichkeit aber auch schon wieder vorbei. Dürfen jetzt wieder den direkten Weg rauf auf den Berg nehmen und der führt uns durch ein fast ausgetrocknetes Quellenbett weil für einen Bach ist es wohl noch zu schmal. Schon ab den Einstieg in die Quelle geht es stufenförmig über Steine und Wurzeln den Berg rauf, an Laufen ist dabei nicht mehr zu denken. 300m lang ist dieses Stück und es ist beinhart und wieder habe ich Zeit ein paar Worte mit Roland zu wechseln, wir sind uns einig das wir uns es nicht so anstrengend vorgestellt haben. 300m weiter und 100m Höher später dürfen wir wieder auf einen schönen breiten Weg 600m bergab laufen wobei wir aufpassen müssen nicht hinzufallen weil es sehr matschig und daher rutschig ist.


... vertrieben sich nun ...

Nach einer 90 Grad Kurve führt uns der Weg jetzt 500m den Berg rauf bevor wir wieder in den Wald dürfen. Hier geht es nun 15m steil runter, ich setze mich am Hintern und rutsche einfach am Hosenboden runter und hoffe daß ich mir nicht den Allerwertesten aufreiße. Unten angekommen machen wir noch ein paar Schritte abwärts im Geröll bevor wir auf der anderen Seite gleich wieder steil bergauf „klettern“ dürfen, in diesen Teil schließt Tomas zu mir und Roland auf. Der anschließende Jungwald ist zwar nicht so steil aber im Laufschritt geht trotzdem nichts. Roland sagt mir jetzt das wir schon fast ein Stunde unterwegs sind was mich doch etwas überrascht. Draußen aus dem Wald kann ich nun wieder ein paar Meter läuferisch zurücklegen, wie gesagt ein paar weil es schon wieder den Berg in gerader Linie steil hinaufgeht. Hier wurde der Wald erst vor kurzen gerodet was uns den Aufstieg aber auch nicht erleichtert. In diesem Teilstück kann ich Roland und Tomas ein paar Meter abnehmen, oben angekommen warte ich auf beide wodurch ich einwenig durchatmen kann.

 
... anderwertig die Zeit!

Gönne den beiden nun auch noch eine kleine Verschnaufpause und gehen noch ein Stück obwohl es flach dahingeht. Da die beiden aber harte Burschen sind laufen wir rasch wieder, vielleicht liegt es aber daran daß sie wissen daß um die nächste Kurve die Labestation liegt. Gönne mir hier nun einen warmen Tee und eine halbe Banane bevor wir uns auf einen schmalen Trampelweg wieder auf den Weg runter machen. Der Weg ist mit Vorsicht zu genießen weil er sehr uneben ist und auch mit Wurzeln durchzogen. Als das geschafft ist laufen wir auf einen Weg mal 200m eben dahin, auf den folgenden 400m leicht bergan gehen wir wieder. Jetzt geht es aber 600m bis zum Startgelände nur noch abwärts, auf diesen Stück trenne ich mich von Roland und Tomas. Von weiten sehe ich schon Sebastian und mein Zwergi stehen und voller Enthusiasmus laufe ich an ihnen vorbei.


Runde 1 geht dem Ende zu, noch finde ich es lustig!

Bevor ich zum Hindernisparcour komme gibt es noch eine Verpflegungsstation die ich aber auslasse. Nun gilt es wieder alle Hindernisse zu über– bzw. unterqueren, bei der „Schlammkriechung“ nehme ich zur Freude der Zuschauer die linke Spur was mir extra Anfeuerung einbringt, bei der ersten Baumstamm Überquerung habe ich jetzt keinen Roland mehr der mit hilft, aber mit Anlauf komme ich im zweiten Versuch auch alleine rüber. Beim LKW-Abstieg würfelt es mich sowie beim erstenmal hinunter, das steile Brett schaffe ich jetzt aber gleich im ersten Versuch bei den anderen Hindernissen gibt es nichts Nennenswerte zu erwähnen.

 
Bei den Hindernissen gibt es nun keine Wartezeit mehr!

Beim Startbogen bekomme ich beim Blick auf die Uhr eine gehörige „Watschen“, 1Stunde und 45Minuten sind vergangen seit dem die ersten Läufer gestartet sind. Wenn ich jetzt so über den Daumen 15-20Minuten wegrechne, weil wir ja später gestartet sind und bei manchen Hindernissen ja warten mußten, so könnte es sein das ich um 14 Uhr noch nicht im Ziel bin und da stand doch was geschrieben daß sie um die Zeit die Strecke sperren und ehrlich gesagt würde es mich schon kräftig anzipfen heute keine Medaille zu bekommen weil ich vielleicht ein paar Minuten länger gebraucht hätte. Also schnell rüber über den Container und weiter geht’s, die Steigungen laufe ich zwar großteils wieder nicht aber zumindest habe ich einen schnelleren Schritt drauf, vielleicht liegt es auch daran daß mir das erste Waldstück jetzt kürzer vorkommt.

 
Roland                            &                              Michi

Hoffe daß mir nun auch das Quellenbett-Stück kürzer vorkommt, aber leider zieht sich das genauso dahin wie beim erstenmal und leider macht sich nun in den steilen Abschnitten auch mein Kreuz bemerkbar dem die gebückte Haltung da rauf nicht so gefällt. Auch wenn ich hierherauf einige Leute überholen konnte, war nur möglich weil sie mir netterweise Platz gemacht haben, bin ich nun doch schon etwas erledigt. Das normale Laufen geht ja noch aber die Steigungen kratzen gehörig an der Substanz. Bei der Rutschpartie lasse ich mich einfach auf den Hintern fallen und „gleite“ nach unten, dort angekommen möchte ich eigentlich gar nicht mehr aufstehen sondern in Ruhe, sterben wäre jetzt der falsche Ausdruck aber halt so was ähnliches!

 
        Thomas und Tomas                  &                         Stefan                      

Es nützt aber nichts den mein Zwergi und auch meine Medaille warten ja im Ziel auf mich, also auf und weitergeht es. Den Blick auf meine Polar kann ich mir schenken denn die ist so verdreckt das man nichts sieht. Der Aufstieg hier ist jetzt schon eine Qual aber nichts im Vergleich zur letzten Steigung dem gerodeten Waldstück. Das Kreuz tut schon verdammt weh und auch die Beine wollen nicht mehr so recht, zumindest nicht bergauf. Irgendwie beneide ich die Teilnehmer die es sich hier auf den Baumstümpfen gemütlich machen und eine Auszeit nehmen aber ich will es hinter mich bringen, mein Zwergi wiedersehen und ich will auch meine Medaille haben. Angetrieben von den Willen den hinter mir Gehenden nicht vorzulassen schaffe ich schließlich auch diese Stück und jetzt weiß ich auch daß das Schlimmste ist vorbei, zumindest glaub ich das.


Verpflegungsstation, da gibt es sogar Red Bull!

Die Labestation lasse ich diesmal aus und mach mich gleich auf den Weg weiter zum Ziel. Von weiten höre ich schon den Moderator vom Start- jetzt besser gesagt Zielgelände, dort angekommen gilt es nochmals die Hindernisse zu bewältigen. Die Kriechteile sind wie immer kein Problem, bei der „Holzbrücke“ hüpfe ich rauf um auf der anderen Seite gleich wieder runterzufallen, beim zweiten mal klappt es aber. Dies gilt nicht für die Baumstamm Überquerung dort scheitere ich knapp im zweiten Versuch, ein Finisher meint aber das hat schon gepaßt, lauf weiter was ich dankend mache. Muß aber ehrlich sagen das ich nur mehr gegangen bin weil laufen konnte ich momentan nicht. Über die nun folgenden Baumstammhürden lasse ich mich einfach drüberfallen bin schon sehr erledigt.


Hindernisparcour die Dritte: Einfach nur mehr drüberfallen lassen ...

Die Slacklinie ist wieder einfach zu nehmen dafür wird der LKW für mich jetzt fast zum unüberwindlichen Hindernis. Klettere wieder am Zurrgurt festhaltend hinauf aber beim letzten mal umgreifen verläßt mich die Kraft und ich stürze rücklings wieder hinunter bis in den Straßengraben, wobei ich mir zum Glück nicht weh getan habe.


... wieder hoch auf zwei Beine ...
Im zweiten Anlauf komme ich gut rauf und runter schaffe ich es jetzt ohne Absturz. Über den Strohballen-Berg wurschtle ich mich jetzt einfach irgendwie drüber gleiches gilt auch für die Strohbarrikaden. Auch in der letzten Runde komme ich gut durch die Stromschlag-Kriechpassage, was nicht für den neben mir gilt den es zweimal erwischt. (Per. Anm.: Meine Schadenfreude darüber hielt sich damals in Grenzen im Gegensatz zu heute, Grins!!!)

 
... und weiter gehts, aber so recht kann ich nicht mehr!

Weiter ging es zu diese „blöde“ Brett, komme gleich rauf, oben setzte ich mich hin und rutsche soweit es geht runter bevor ich mich fallen lasse um mir nicht noch weh zu tun, dies tat ich in der Runde auch bei den anderen Hindernissen wo es galt runter zuspringe. Jetzt habe ich nur noch die Reifen vor mir, hoffe daß mich im Tunnel nicht die Kraft verlässt und ich nicht mehr rauskomme. Zum Glück ist das nicht der Fall, der Reifenhügel und der –teppich sind danach auch gleich überwunden. Die letzten Meter zum Ziel erledige ich noch im Laufschritt, und zur Belohnung bekomme ich die Medaille und darf mich als offizielle Wild Sau bezeichnen.


Eine echte Wild Sau kommt ins Ziel ...

Bekomme auch noch eine Wärmfolie auf die ich mich vor lauter Erschöpfung mal hinlege, bin Thomas dankbar daß er mir nun seinen warmen Tee überläßt weil was Warmes habe ich jetzt bitter nötig.


... und sult sich gleich mal weiter!         Na Gut, ... und liegt erledigt da!

Warte im Ziel jetzt mit Roland (der kam schon bald nach mir ins Ziel, da irrte ich noch durchs Zielgelände auf der Suche nach warmen Tee) auf die restlichen Turbo Schnecken die die zweite Runde in Angriff genommen haben und schönlangsam werden es auch mehr.


        Roland                          Ich                    Tomas        
die 3 schnellsten Turbo Schnecken von heute!

 
Auch wenn es wieder mal nicht für die Top 3 reichte,
eine Umarmung und ein Finisher-Bussi gibt es alle mal!


Das freut mein Zwergi sehr!


Inzwischen kam mit Thomas die nächste Wild Sau äh Turbo Schnecke ins Ziel!


Stefan   -   Tomas    -    Ich    -    Roland   -   Michi   -   Thomas
aus 10 Startern wurden 6 Finisher!
Nafi, Thomas und Wolfgang gaben schon in  Runde 1 auf,
Andi gab erst nach Beendigung der ersten Runde auf.

Nachdem nun alle im Ziel sind gehen wir uns warm Duschen, ja die haben so etwas hier mitten im Wald, und als gereinigte Wild Säue gibt es noch was zu Essen bzw. zu Trinken.

 
Ps.: Von unseren Deutschen Freunden die ja die doppelte Distanz in Angriff nahmen "lief" gerade einer die vier Runden, zwei schafften zumindest drei. Die restlichen fünf beließen es dann doch bei der normalen Distanz! Sie gaben nachher aber auch ehrlich zu den Lauf total unterschätzt zu haben.

 
   
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